Biographie


Stilistische Vielseitigkeit und Authentizität der Darstellung – diese beiden Begriffe charakterisieren das Wirken der ukrainische Sopranistin Kateryna Kasper. Seit der Spielzeit 2014/2015 ist sie Ensemblemitglied der Oper Frankfurt. Ihr Debut gab sie hier bereits 2011 mit der Stimme des Waldvogels in Wagners Siegfried. Seitdem übernahm sie an diesem Haus wichtige Partien aus fast allen Epochen. Dazu gehören (frühe) Barockopern wie Anima in Rappresentazione di anima e di corpo von Cavalieri, Giacinta in LʼOrontea von Cesti, Tigrane in Händels Radamisto und Angelica in Vivaldis Orlando furioso genauso wie die Uraufführung von Der Goldene Drache von Péter Eötvös, der die Rolle der Jungen Frau für Kateryna geschrieben hat (Co-Produktion mit dem Ensemble Modern). Dazwischen liegen wichtige Mozart-Rollen wie Susanna in der Hochzeit des Figaro und Pamina und Papagena in der Zauberflöte, Belcanto-Rollen wie Antonida in Glinkas Iwan Sussanin sowie Gretel von Humperdinck, Nannetta in Verdis Falstaff und Najade (Ariadne auf Naxos) und insbesondere Sophie in Strauss’ Rosenkavalier. Doch auch die Operette ist mit Rollen wie Komtesse Anastasia (Die Csárdásfürstin von Kálmán) und – in der aktuellen Spielzeit – Valencienne in Lehárs Die Lustige Witwe vertreten.

  • Die FAZ (10.5.2014) attestierte Kateryna Kasper einen „grandiosen Erfolg“ in Henzes „Being Beateous“ mit dem Ensemble Moderne in der Alten Oper Frankfurt: „Transparente Höhen, eine dunkelgolden-kraftvolle Mittellage und eine hohe Affinität zu dem Henzes Werk zugrundeliegenden Gedicht von Arthur Rimbaud garantierten einen exzellenten Gesamteindruck.“
  • Als „grandios“ beschreibt auch die Frankfurter Rundschau (10.5.2014) ihren Auftritt in dem sie Henzes Solokantate „in [ihrer]traumhaft sicheren, weichen und dennoch körperlichen Stimme [...] bestrickend zu Gehör gebracht" habe.
  • Als Belinda in Dido and Aeneas (Purcel) empfand die Presse Kateryna Kaspers Stimme als „appealing“ (seenandheard-international.com) und „weich[...] und gut ansprechend[...]“ (deropernfreund.de). Ihr Spiel sei „pert and perky“ (lustig und kess) findet Kelvin Holdsworth (thurible.net, 27.8.2013): „As she attempted to comfort Queen Dido she had an obvious sense of fun and a lightness of vocal technique that would have brought anyone out of the doldrums.“
  • Als „ganz im Einklang mit ihrer Rolle“ empfand die NMZ (3.7.2013) Kateryna Kasper als Anima in Cavalieri’s „Das Spiel von Seele und Körper“ im Bockenheimer Depot Frankfurt: „Ihr hörbar beseelter Sopran bangte und blühte und beschwor etwas von der Utopie möglicher Erlösung – da war eine junge Künstlerin ‚mit viel Zukunft’ zu entdecken. Zu Recht Bravo-Rufe und rauschender Beifall.“
  • Laut dem Online Musik Magazin (1.7.2013) „[...] lässt [Kateryna Kasper] als Anima mit strahlendem Sopran aufhorchen und begeistert durch intensives Spiel“. Sie „stech[e] [...] mit ihrem wunderbar natürlichen und geradeaus gesungenen Sopran [...] hervor“ schreibt das Darmstädter Echo (4.7.2013).
  • Den kulturfreak.de (30.7.2013) „betörte [Kateryna Kasper als Anima] mit ihrer wunderbar gut fokussierten Stimme und einem engelsgleichen Klang“ und die Frankfurter Rundschau (1.7.2013) attestierte ihr eine „lebhaft durchwärmt[e], klar[e] Sopranstimme“.
  • Als „unglaublich“ empfand der FeuilletonFrankfurt (6. Juli 2013) den „Aufstieg dieser jungen Sängerin“ anlässlich Cavalieri’s „Das Spiel von Seele und Körper“ im Bockenheimer Depot Frankfurt: „Anima, die Seele, gesungen und großartig gespielt von Kateryna Kasper, Mitglied des Opernstudios, begeistert.“
  • Der Wiesbadener Kurier (18.3.2013) schrieb anlässlich einer Aufführung des Dvořák-Requiems: „Im stark geforderten Solistenquartett war die junge Sopranistin Kateryna Kasper eine Klasse für sich: Die ukrainische Sängerin, Mitglied im Opernstudio der Oper Frankfurt, brachte ihre feine, warm ummantelte und im Lyrischen tragende Stimme mit einer hoch einfühlsamen Deutung ein […].“
  • „Die Entdeckung des Abends indes war die Barbarina der jungen ukrainischen Sopranistin Kateryna Kasper aus dem Opernstudio mit ihrem feinen schlanken Sopran“ schrieb deropernfreund.de zu einer Aufführung der Hochzeit des Figaro an der Oper Frankfurt (20.12.2012).
  • Zu einem Liederabend bemerkte die Schwäbische Post dass Kateryna Kasper „mit ihrer Stimme die Menschen [bewegt]“: „Sie deklamiert die sehr schön ausgewählten Lieder [...] in differenzierter Stimmfärbung, lässt singend dennoch dem Text den Vortritt.“
  • Als „kommende Händel-Primadonna“ bezeichnete Die Rheinpfalz (3.3.2011) Kateryna Kasper bei den Händelfestspielen Karlsruhe und in den Badischen Neuesten Nachrichten (24.2.2011) schrieb man: „Ihre Stimme besitzt immense Strahlkraft, Wärme, ist ausgeglichen, von ergreifender Intensität, kurzum: wie geschaffen für Sopranekstase.“

Opernengagements führten sie zu den Festspielen in Edinburgh, Bregenz und Bergen, sowie an die Los Angeles Opera. Sie übernahm Titelpartien beim Rheingau Musikfestival und bei den Weilburger Schlossfestspielen.

Als Konzert- und Liedsängerin trat sie bei den Händel-Festspielen Karlsruhe, den Telemannfesttagen Magdeburg, der Bachwoche Stuttgart, beim Heidelberger Frühling, in der Musashino Civic Cultural Hall Tokio, beim Savonlinna-Opernfestival und mit dem Philharmonischen Orchester Turku auf. 2017 gab sie ihre Debuts in London mit dem London Philharmonic Orchestra / Nathalie Stutzmann und in der Moskauer Philharmonie mit dem Moskauer Kammerorchester / Federico Maria Sardelli. In der aktuellen Spielzeit wird sie u.a. in der Pariser Philharmonie mit dem Ensemble Pygmalion / Raphaël Pichon auftreten.
Kateryna arbeitete mit Dirigenten wie Ivor Bolton, Constantinos Carydis, Sebastian Weigle, Michael Schneider, Felice Venanzoni, Michael Hofstetter, Helmuth Rilling und Howard Griffiths und mit Kammermusikpartnern wie dem Trio Vivente.
Im September 2018 wird Katerynas Debut-Album „O wüßt ich doch den Weg zurück…“ mit romantischen Liedern von Kinderspielen und Märchenwelten bei dem Label TYXart erscheinen. Die Aufnahmen entstanden mit Hilko Dumno an dem historischen Steinway von Richard Wagner. In Planung sind Projekte mit ihrem Barock-Ensemble théâtre sans rideau, sowie ihr nächstes Lied-Album mit Liedern von Fanny unf Felix Mendelssohn, gemeinsam mit Dmitry Ablogin an einem historischen Hammerklavier von 1835.

2014 gewann die Sopranistin den renommierten Internationalen Mirjam-Helin Gesangswettbewerb in Helsinki. Dem gingen Preise bei dem International Vocal Competition IVC (Holland), dem Queen Sonja International Music Competition (Oslo) und dem Trude Eipperle-Rieger-Liedpreis voraus.

Kateryna studierte bei Raisa Kolesnik an der Prokofjew Musikakademie in Donetsk, Ukraine. Anschließend setzte sie ihre Ausbildung als Stipendiatin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) bei Edith Wiens in Nürnberg fort. Mit dem Konzertexamen schloss sie 2014 ihr Studium bei Hedwig Fassbender in Frankfurt ab, parallel zu ihrem Engagement im Opernstudio der Oper Frankfurt von 2012-2014. In Meisterkursen arbeitete sie u.a. mit Margreet Honig, Helmut Deutsch und Ileana Cotrubaș.

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