Biographie

Die ukrainische Sopranistin Kateryna Kasper ist seit der Spielzeit 2014/2015 Ensemblemitglied der Oper Frankfurt, wo sie zuvor im Opernstudio war.

Im August 2014 gewann sie den renommierten Internationalen Mirjam-Helin Gesangswettbewerb in Helsinki.

Ihr Frankfurter Debut gab sie 2011 mit der Stimme des Waldvogels (Siegfried). An ihrem Stammhaus sang sie u.a. Sophie (Der Rosenkavalier), Gretel (Hänsel und Gretel), Susanna (Le nozze di Figaro), Tigrane (Händels Radamisto), Frasquita (Carmen), Antonida (in der Premiere von Glinkas Iwan Sussanin), Anima (Rappresentazione di anima e di corpo), Papagena, Pamina, ­Angelica (in Vivaldis Orlando furioso), Najade (Ariadne auf Naxos), Komtesse Anastasia (Die Csárdásfürstin), Giacinta (LʼOrontea), Zerlina (Don Giovanni), Die junge Frau in der Uraufführung von P. Eötvös’ Der Goldene Drache und Lucia (Uraufführung von L. Navoks An unserem Fluss). In der Spielzeit 2016/2017 singt sie in Frankfurt Nannetta (Falstaff).

  • Die FAZ (10.5.2014) attestierte Kateryna Kasper einen „grandiosen Erfolg“ in Henzes „Being Beateous“ mit dem Ensemble Moderne in der Alten Oper Frankfurt: „Transparente Höhen, eine dunkelgolden-kraftvolle Mittellage und eine hohe Affinität zu dem Henzes Werk zugrundeliegenden Gedicht von Arthur Rimbaud garantierten einen exzellenten Gesamteindruck.“
  • Als „grandios“ beschreibt auch die Frankfurter Rundschau (10.5.2014) ihren Auftritt in dem sie Henzes Solokantate „in [ihrer]traumhaft sicheren, weichen und dennoch körperlichen Stimme [...] bestrickend zu Gehör gebracht" habe.
  • Als Belinda in Dido and Aeneas (Purcel) empfand die Presse Kateryna Kaspers Stimme als „appealing“ (seenandheard-international.com) und „weich[...] und gut ansprechend[...]“ (deropernfreund.de). Ihr Spiel sei „pert and perky“ (lustig und kess) findet Kelvin Holdsworth (thurible.net, 27.8.2013): „As she attempted to comfort Queen Dido she had an obvious sense of fun and a lightness of vocal technique that would have brought anyone out of the doldrums.“
  • Als „ganz im Einklang mit ihrer Rolle“ empfand die NMZ (3.7.2013) Kateryna Kasper als Anima in Cavalieri’s „Das Spiel von Seele und Körper“ im Bockenheimer Depot Frankfurt: „Ihr hörbar beseelter Sopran bangte und blühte und beschwor etwas von der Utopie möglicher Erlösung – da war eine junge Künstlerin ‚mit viel Zukunft’ zu entdecken. Zu Recht Bravo-Rufe und rauschender Beifall.“
  • Laut dem Online Musik Magazin (1.7.2013) „[...] lässt [Kateryna Kasper] als Anima mit strahlendem Sopran aufhorchen und begeistert durch intensives Spiel“. Sie „stech[e] [...] mit ihrem wunderbar natürlichen und geradeaus gesungenen Sopran [...] hervor“ schreibt das Darmstädter Echo (4.7.2013).
  • Den kulturfreak.de (30.7.2013) „betörte [Kateryna Kasper als Anima] mit ihrer wunderbar gut fokussierten Stimme und einem engelsgleichen Klang“ und die Frankfurter Rundschau (1.7.2013) attestierte ihr eine „lebhaft durchwärmt[e], klar[e] Sopranstimme“.
  • Als „unglaublich“ empfand der FeuilletonFrankfurt (6. Juli 2013) den „Aufstieg dieser jungen Sängerin“ anlässlich Cavalieri’s „Das Spiel von Seele und Körper“ im Bockenheimer Depot Frankfurt: „Anima, die Seele, gesungen und großartig gespielt von Kateryna Kasper, Mitglied des Opernstudios, begeistert.“
  • Der Wiesbadener Kurier (18.3.2013) schrieb anlässlich einer Aufführung des Dvořák-Requiems: „Im stark geforderten Solistenquartett war die junge Sopranistin Kateryna Kasper eine Klasse für sich: Die ukrainische Sängerin, Mitglied im Opernstudio der Oper Frankfurt, brachte ihre feine, warm ummantelte und im Lyrischen tragende Stimme mit einer hoch einfühlsamen Deutung ein […].“
  • „Die Entdeckung des Abends indes war die Barbarina der jungen ukrainischen Sopranistin Kateryna Kasper aus dem Opernstudio mit ihrem feinen schlanken Sopran“ schrieb deropernfreund.de zu einer Aufführung der Hochzeit des Figaro an der Oper Frankfurt (20.12.2012).
  • Zu einem Liederabend bemerkte die Schwäbische Post dass Kateryna Kasper „mit ihrer Stimme die Menschen [bewegt]“: „Sie deklamiert die sehr schön ausgewählten Lieder [...] in differenzierter Stimmfärbung, lässt singend dennoch dem Text den Vortritt.“
  • Als „kommende Händel-Primadonna“ bezeichnete Die Rheinpfalz (3.3.2011) Kateryna Kasper bei den Händelfestspielen Karlsruhe und in den Badischen Neuesten Nachrichten (24.2.2011) schrieb man: „Ihre Stimme besitzt immense Strahlkraft, Wärme, ist ausgeglichen, von ergreifender Intensität, kurzum: wie geschaffen für Sopranekstase.“

Im Sommer 2015 war Kateryna Kasper erstmals bei den Bregenzer Festspielen in Der Goldene Drache von Peter Eötvös zu erleben. 2013 debütierte sie beim Edinburgh International Festival und 2014 an der Los Angeles Opera als Belinda (Dido and Aeneas). Sie übernahm Titelpartien beim Rheingau Musikfestival 2013 und bei den Weilburger Schlossfestspiele 2012. 2017 gibt sie ihre Debuts in London (LPO/Nathalie Stutzmann) und Moskau (Moskauer Kammerorchester/Sardelli).

Als Konzert- und Liedsängerin trat sie u.a. bei den Händel-Festspielen Karlsruhe, bei der Bachwoche Stuttgart, bei den Telemannfesttagen Magdeburg, beim Heidelberger Frühling und Savonlinna-Opernfestival auf.

Kateryna Kasper studierte in der Ukraine an der Prokofjew Musikakademie in Donetsk bei Raisa Kolesnik. Anschließend setzte sie ihre Ausbildung als Stipendiatin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) bei Edith Wiens in Nürnberg fort. Mit dem Konzertexamen schloss sie 2014 ihr Studium bei Hedwig Fassbender in Frankfurt ab.In Meisterkursen arbeitete sie u.a. mit M. Honig, H. Deutsch, I. Cotrubas.

Sie ist Preisträgerin des International Vocal Competition (Holland), des Queen Sonja International Music Competition (Oslo) und des Trude Eipperle-Rieger-Liedpreises.